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Haben die Österreicher einen geheimen Plan? Vor dem EM-Start am Donnerstag (20.30 Uhr, ARD und Dyn) herrscht bei der deutschen Handball-Nationalmannschaft ein gewisses Kribbeln. Torwart Andreas Wolff (34) hat den Österreichern am Montag unterstellt, mit ihrer Spielweise „Anti-Handball“ zu betreiben.

Hintergrund: Unsere Nachbarn setzen gerne auf eine Taktik, bei der sie im Angriff den Torwart gegen einen zusätzlichen Feldspieler austauschen. Eine Strategie, die Wolff als „sehr unattraktiv“ bezeichnet.

Foto: BILD

Handball-EM: Geheimer Österreich-Plan?

Aber: In den letzten Testspielen gegen Tschechien (29:30), Frankreich (29:34) und Slowenien (31:36) wurde die Überzahl-Variante unter Neu-Trainer Iker Romero (45) nur selten genutzt. Könnte dies ein taktischer Schachzug sein? Bundestrainer Alfred Gíslason (66) traut dem Ösi-Abschwören vom Taktik-Kniff aber nicht. Er rechnet mit einem Trick!

Der Isländer: „In den letzten drei, vier Spielen hat Iker (Romero, Anm. d. Red.) viel weniger Sieben gegen Sechs spielen lassen, als zuvor. Ich glaube, das ist eher eine Finte und dass wir die ganze Zeit Sieben gegen Sechs sehen werden.“

Gíslasons Einschätzung: „Die spielen ihren Stil runter. Nicht kurze, sondern sehr lange Angriffe. Sie wissen, wo ihre Stärken sind, und spielen diese aus. Sie haben erfahrene Bundesligaspieler, sehr gute Torhüter dahinter und gute Außen. Jeder hat so seine Philosophie und wir versuchen das, auf unsere Art und Weise gut zu machen.“

Österreich-Trainer Iker Romero (45) spielte als Profi von 2011 bis 2015 für die Füchse Berlin und will den Deutschen nun den Start versauen

Österreich-Trainer Iker Romero (45) spielte als Profi von 2011 bis 2015 für die Füchse Berlin und will den Deutschen nun den Start versauen

Foto: picture alliance / MAX SLOVENCIK / APA / picturedesk.com

Romero selbst bleibt vor dem EM-Eröffnungsspiel äußerst zurückhaltend, was die Taktik betrifft. Der Spanier, der neben Österreich auch Bietigheim bis zum Saisonende trainiert, möchte seinen Plan nicht verraten.

Der Spanier: „Wir werden sehen – lasst euch überraschen. Unser größter Vorteil ist die Einheit der Gruppe. Wir haben Erfahrung, wir sind ein kompaktes Team. Nach und nach möchte ich meine Philosophie umsetzen.“ Klar ist: Trotz der möglichen Finte sind zwei deutsche Punkte zum Start Pflicht.

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