Was für ein echter Nervenkampf im 2. Halbfinale – den Marokko für sich entscheidet!
Nach 120 intensiven Minuten zwischen Gastgeber Marokko und Offensiv-Maschine Nigeria muss das Halbfinale beim Afrika-Cup im Elfmeterschießen entschieden werden, vorher will einfach kein Tor fallen.
Samuel Chukwueze (26) verschießt als erster Nigeria-Profi
Elfer-Drama ums Afrika-Cup-Finale
Marokko ist am Ende von Punkt besser und sichert sich durch das 4:2 n.E. das Finalticket gegen Senegal um Superstar Sadio Mané (Sonntag, 20 Uhr). Der unterlegene Halbfinalist Nigeria spielt am Samstag (20 Uhr) gegen Ägypten um Platz drei.
Im Elfmeterschießen behalten die Spieler von Marokko die Nerven. El Aynaoui, Ben Seghir, Hakimi und am Ende En-Nesyri verwandeln sicher, während Igamane scheitert. Bei Nigeria verschießen Chukwueze und Onyemaechi, beide scheitern an Schlussmann Bounou.
So lebt der Traum Marokkos vom Heim-Titel, während Nigeria enttäuscht zurückbleibt.
Aus 20 Metern: Hier ballert Ex-Bayern-Star Mané den Senegal ins Finale
Zum Spiel: Von Beginn an zeigt sich das Halbfinale wie erwartet, ist taktisch diszipliniert, intensiv, auf höchstem Niveau. Marokko übernimmt zunächst die Spielkontrolle, hat mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse, doch Nigeria steht gewohnt kompakt. Der erste gefährliche Abschluss gehört Lookman in der 15. Minute. Es bleibt der einzige der Super Eagles im ersten Durchgang. Marokko agiert variabler, sucht den Weg über Außen, doch Topstar Díaz bleibt ebenso wie Kapitän Hakimi auffallend unauffällig. Zur Pause steht ein gerechtes 0:0, wobei die Atlas Lions spielbestimmend sind, sich jedoch keine klaren Chancen erarbeiten können.
Im zweiten Durchgang entwickelt sich ein zähes Ringen um jeden Zentimeter. Beide Teams neutralisieren sich zunehmend, Torchancen bleiben Mangelware. Nigeria lauert weiter auf Umschaltmomente, Marokko bemüht sich, findet aber keine Lücken. Die logische Folge: Verlängerung! In den zusätzlichen 30 Minuten dasselbe Bild. Es ist hochintensiv, aber chancenarm. Beide Teams kämpfen, werfen alles rein, riskieren aber auch nicht zu viel.
So muss das Elfmeterschießen her – an dessen Ende XXX als glücklicher Sieger auf dem Platz steht und XXX trauert. Was für ein unfassbares Drama.


