Jetzt soll der Ärger beim BVB aufgearbeitet werden! Borussia Dortmund ist im Wintertrainingslager an der Costa del Sol gelandet. Schon nach der ersten Einheit am Freitagabend geht es um ein brisantes Thema: Karim Adeyemi (23).
Kovač kündigt Klartext-Gespräch an
Trainer Niko Kovač (54) machte direkt klar: Der Eklat aus dem Gladbach-Spiel wird jetzt aufgearbeitet. „Das haben wir bisher nicht getan. Nach dem Spiel sind natürlich alle in ihre Richtungen abgedüst“, sagt der Coach. Jetzt soll die Szene „im persönlichen Gespräch unter vier, sechs oder acht Augen“ aufgearbeitet werden.
Nach BILD-Informationen soll vor allem um eine entscheidende Frage geklärt werden: Wie hoch fällt die Geldstrafe aus?
BVB-Krisengipfel um Adeyemi
Beim 2:0 gegen Gladbach geriet Adeyemi mehrfach mit Gegenspieler Kevin Diks aneinander, später auch mit Schiedsrichter Sven Jablonski. Kovač zog die Reißleine und nahm den DFB-Star nach 60 Minuten vom Feld.
Nach Abpfiff verhinderte Sportdirektor Sebastian Kehl, dass Adeyemi wutentbrannt direkt in der Kabine verschwand. Kehl kündigte stattdessen eine interne Strafe an – die nun im Trainingslager in Marbella konkret wird.
Für ähnliche Vergehen mussten BVB-Profis in der Vergangenheit bereits bis zu 50.000 Euro zahlen. Klar ist: Die Strafe wird direkt vom Monatsgehalt einbehalten. Adeyemi verdient geschätzt über sechs Millionen Euro pro Jahr. Die exakte Summe soll jetzt vor Ort festgelegt werden.
Was die Bosse zusätzlich störte: Adeyemi verließ den Platz bei seiner Auswechslung auf der gegenüberliegenden Seite der Trainerbank. Auf dem Weg bekam er sogar Applaus von der Südtribüne, war aber trotzdem noch so aufgebracht, dass er beim Vorbeigehen an Kovač und der Bank nicht runterkam.
BVB-Insider erklärt: „Adeyemi ist eine tickende Zeitbombe“
Adeyemi-Verkauf im Sommer ein Thema?
Intern stellen sich die Verantwortlichen inzwischen eine heikle Frage: Ist ein vorzeitiger Verkauf im Sommer die beste Lösung? Adeyemis Vertrag läuft noch bis 2027. Doch nach dem Waffen-Eklat und weiteren Frust-Aktionen gilt er immer häufiger als Unruheherd.
In Marbella soll nun Klarheit geschaffen werden – sportlich, disziplinarisch und vielleicht auch perspektivisch.

