Heimlich, still und leise haben sich die Fitness First Würzburg Baskets zur zweiten Kraft in der Easycredit Basketball Bundesliga hinter dem Meister FC Bayern gearbeitet.
Das Team von Trainer Sasa Filipovski (51) schlug zum Start ins Jahr 2026 die abstiegsbedrohten Veolia Towers in einem intensiven und physischen Spiel mit 88:91 (35:47). Während Würzburg sich an der Spitze festsetzt, stehen die Türme trotz einer erneut ansprechenden Leistung als Vorletzter weiter mächtig unter Druck.
Apropos! Druck hatte bei der aufregenden Partie auch Dyn-Kommentator Fabrice Kao, der für seinen erkrankten Kollegen Florian von Stackelberg aus Köln angereist war.
In der Halbzeit verblüffte der Ex-Spieler mit einer ungewöhnlichen Pipi-Beichte!
Kao hatte gerade das obligatorische Interview mit Hamburgs Co-Trainer Stanley Witt beendet, da musste er dringend noch etwas loswerden …
BBL: Würzburg Baskets: Beim Sieg über Hamburg Towers: TV-Kommentator überrascht mit Pipi-Beichte
„Ich muss unfassbar dringend auf Toilette“, teilte er den Zuschauern mit. „Und hier in Würzburg war die Schlange so unfassbar lang! Ich weiß nicht, ob ich es durchhalte, hier die Sendung über. Ich bin wirklich kurz davor, mir hier in die Hosen zu machen. Kein Witz! Es ist nicht mit der Regie abgesprochen, aber ich hab da jetzt gerade mal wirklich was auf dem Herzen. Da muss es eine Lösung für geben, für uns Kommentatoren. Wir struggeln da jedes Mal in der Halbzeit so unfassbar.“
Die Würzburger hatten vor dem Jahreswechsel einen doppelten Rückschlag kassiert. Denn beim 61:66 in Ulm verletzte sich auch noch Topscorer Marcus Carr (26). Der Ami fällt mit einer Fußverletzung auf unbestimmte Zeit aus. Zudem ging auch der zweitbeste Punktesammler Davion Mintz (27) angeschlagen in die Partie.
Die Fans staunen!: Kommentator zeigt coolen Basketball-Trick
Tatsächlich erwischten die Gäste in der ausverkauften „Schulturnhölle“ (3140 Fans) einen guten Start, führten mit 9:5 (5.). Aber dann zeigten sie, warum sie noch immer die schlechteste Defensive der Liga haben …
In zweieinhalb Minuten legten die Würzburger einen 14:0-Lauf an. Vor allem Aufbauspieler Brae (29) lief gegen sein Ex-Team heiß. Die Hamburger wirkten dagegen häufig unstrukturiert und warfen den Ball in den ersten 20 Minuten 13 Mal zum Gegner.

Doch nach der Pause zogen plötzlich die Towers die Intensität an – und kamen durch einen 10:0-Lauf auf 45:47 ran (34.). In der 29. Minute gingen sie sogar kurz noch mal in Führung (60:59). Im Anschluss blieb es knapp. Immer wieder wechselte die Führung. Dreieinhalb Minuten vor Schluss stellte Filipovski seine Mannschaft in einer Auszeit auf den Sieg ein.
Bester Würzburger war Ivey, der immer besser in Form kommt und am Ende 20 Punkte, 4 Assists und 5 Steals auf dem Statistik-Zettel hatte. „Ein hässlicher Sieg. Ich bin super stolz auf dieses Team“, sagte Ivey nach dem für ihn besonderen Spiel. Für die Towers stellte der nachverplichtete Devon Daniels (27) mit 32 Punkten eine persönliche Bestleistung auf.
So machten Kleinigkeiten den Unterschied. Wie die 18 Ballverluste und sieben verworfenen Freiwürfe der Towers.
Und was war mit Kaos dringendem Problem? „Ich spüre nichts mehr“, schrieb er SPORT BILD nach dem Ende.
Für die Würzburger geht es Dienstag in den Play-Ins der Champions League gegen den slowakischen Serienmeister Patrioti Levice (17.30 Uhr, Dyn) weiter. Die Hamburger müssen am Mittwoch im EuroCup gegen Neptunas Kleipeda ran (19.45 Uhr, Magenta Sport).

