Das Weihnachtsfest wird Lennart Karl (17) in seinem Heimatort Frammersbach verbringen. Noch einmal erholen im Naturpark Spessart zwischen Würzburg und Aschaffenburg, bevor seine Eltern Caro und Steffen im kommenden Jahr nach München ziehen. Die Karls sind auf der Suche nach einem geeigneten Haus.
Ihr Sohn hat in den letzten Monaten Sensationelles geleistet. Selbst beim FC Bayern hat es einen vergleichbaren Karriere-Sprung in der Kürze der Zeit in diesem jungen Alter nicht gegeben.
Konkurrent für Olise, Musiala, Diaz und Gnabry
Trainer Vincent Kompany (39) hat lange versucht, den Hype um Karl zu dämpfen. Ohne Erfolg. Inzwischen hat selbst der Bayern-Coach die Zurückhaltung bei Karl aufgegeben. Der Belgier behandelte „Lenny“, wie Karl von seinen Mitspielern gerufen wird, zuletzt nicht mehr als Talent, sondern als vollwertiges Mitglied seines Spielerkaders. Diesen Schritt geschafft zu haben ist wohl das größte Kompliment für Karl in seiner schnellen Entwicklung.
Im Jahr 2025 zählt Karl zu den großen Gewinnern, ins Jahr 2026 darf er nun als ernstzunehmender Konkurrent um die Plätze im offensiven Mittelfeld gegen gestandene Stars wie Michael Olise (24), Jamal Musiala (22), Luis Díaz (28) und Serge Gnabry (30) gehen.
DFB-Kapitän Joshua Kimmich (30) hat sich bereits für eine Berufung Karls für die Nationalmannschaft starkgemacht, dies nach dem Mainz-Spiel erneut bekräftigt („Es ist einfach die Wahrheit“). Nach SPORT BILD-Informationen hat sich Julian Nagelsmann (38) bisher nicht bei Karl gemeldet. Mit Leistungen wie zuletzt sollte dies nur eine Frage der Zeit sein. Wer für Bayern gut genug ist, kann für die Nationalelf nicht zu schlecht sein.

