Der frühere Barcelona-Star Jordi Alba lag weinend auf dem Rasen, Uruguay-Stürmer Luis Suarez konnte die Tränen ebenfalls nicht zurückhalten, und die Argentinien-Stars Lionel Messi und Rodrigo de Paul lagen sich freudetrunken in den Armen.
Große Gefühle nach dem Abpfiff des MLS-Finales!
Messis Inter Miami setzte sich mit 3:1 gegen Thomas Müller (36) und die Vancouver Whitecaps durch. Für den argentinischen Weltmeister ist es erst der vierte Sieg im elften Spiel gegen Müller.
Messi krönt sich zum ersten Mal zum König der amerikanischen Fußball-Liga. Seit seinem Wechsel im Juni 2023 nach Miami arbeitete der Klub von Mit-Eigentümer David Beckham (50) auf das große Ziel hin – mit Erfolg.
Die Kapitäne Lionel Messi und Thomas Müller vor dem Anpfiff
Messi hatte vor Anpfiff noch über unseren Weltmeister von 2014 gesagt: „Es ist wichtig für die Liga und Vancouver, dass er jetzt in der MLS spielt. Mit Müller sind sie noch stärker. Er gibt ihnen viel Qualität und Erfahrung. Es wird ein wundervolles Finale.“
Aufgrund der besseren Bilanz in der regulären Saison hatte Miami Heimrecht. 21.000 Zuschauer sind im Chase Stadium in Fort Lauderdale, im Norden von Miami, dabei. Rund 2000 sollen sogar den Weg aus dem rund 4500 Kilometer entfernten Vancouver auf sich genommen haben.

Beckham gründete 2018 Inter Miami
Unter der Woche hatte Müller wegen einer Sehnenverletzung im Oberschenkel noch kürzertreten müssen. Davon ist im Spiel aber nichts zu spüren! In der ersten Halbzeit läuft Müller 5,4 Kilometer – mehr als jeder andere.
Obwohl ihm in der zweiten Halbzeit sichtlich die Kräfte ausgehen, beißt er auf die Zähne. Selbst als Müller ausgewechselt werden soll, macht er weiter und opfert sich auf. Bei einem Finale muss schon mehr passieren, dass er rausgeht …
Doch leider wird sein Einsatz nicht belohnt. Bereits früh im Spiel muss Vancouver hinterherlaufen – durch einen Geniestreich von Messi.
► [–>8. Minute:[–> Messi spielt mit einem Lupfer die Vancouver-Verteidigung schwindelig und schickt Allende auf die Reise. Von rechts spielt er den Ball in den Strafraum. Dort hält allerdings Vancouver-Verteidiger Ocampo das Bein rein – Eigentor.

Lionel Messi leitete alle drei Tore ein – zwei davon als Vorlage
Danach spielt in einer hitzigen Partie nur Miami. Erst kurz vor der Halbzeit wird Vancouver stärker – Müller hat die beste Chance. Ein Kopfball fliegt aber zu zentral aufs Tor (41.).
Vancouver-Trainer Jesper Sörensen fordert in der Halbzeit: „Wir dürfen uns nicht in die ganzen Diskussionen verwickeln lassen. Sie werfen sich einfach ständig zu Boden.“
► [–>60. Minute:[–> Vancouver kombiniert sich nach vorne. Plötzlich ist Ahmed völlig frei im Strafraum und haut ihn rein! Der Ausgleich.
Kurz danach fast die Führung. Ein Schuss von Sabbi geht erst an den rechten, dann an den Innenpfosten (62.). Auch der Nachschuss fliegt an den Pfosten.
Gerade in der besten Phase des kanadischen Teams gibt es den so bitteren Rückschlag.
► [–>72. Minute: [–>Cubas vertändelt im Aufbau den Ball. Messi geht dazwischen und läuft auf die Abwehr zu. Mit einem genialen Steckpass bedient er De Paul, der aus kurzer Distanz verwandelt.
Vancouver rennt danach zwar an, hat aber keine Chancen mehr. In der Nachspielzeit gibt es sogar das dritte Tor von Miami. Wieder ist Messi beteiligt. Er schickt Allende, der eiskalt verwandelt (96.).

Großer Jubel bei Familie Beckham
Messi jubelt über den Triumph. Für ihn ist der Titelgewinn doppelt wichtig. Teamkollegen Jordi Alba (36) und Sergio Busquets (37) beenden ihre Karriere. Für die Stars wollte er unbedingt ein versöhnliches Ende schaffen.
Müller hat nun Zeit, den Frust zu verdauen. Weiter geht es mit der neuen Saison erst am 22. Februar.

