Widerspruch vom Titan!

Der frühere deutsche Nationalkeeper Oliver Kahn (56) hat Aussagen von Bayern-Patron Uli Hoeneß (73) energisch widersprochen. Im „Sky-Fußballtalk“ nahm der langjährige Bayern-Spieler Stellung zu der Hoeneß-These, dass die hohen Gehälter der Stars heutzutage dazu führen würden, dass sie nach ihrer aktiven Karriere nicht mehr zwingend hart arbeiten wollten.

„Spieler, die heute nach zehn Jahren aufhören, die 15 Millionen verdient haben, die haben 60, 70 Millionen auf der Bank“, sagte der 73-Jährige im „OMR Podcast“. „Die haben nicht den Druck, unbedingt arbeiten zu müssen, den Wohlstand ihrer Familie zu erhalten. Und das ist das größte Problem.“

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Kahn sagte dazu: „Ich will jetzt nicht über jedes Stöckchen von Uli Hoeneß springen, aber jeder, der als ehemaliger Spieler 60 Millionen Euro auf dem Konto hat, der arbeitet nichts mehr? Was ist denn das für eine Beziehung zwischen einem Kontostand und Motivation, die da hergestellt wird? Ich glaube, es geht doch eher um Anspruch. Und ich glaube, jeder, der mal ein Top-Spieler war, der hat doch weiterhin auch einen hohen Anspruch. Viele, mit denen ich spreche, haben da große Motivation. Deswegen verstehe ich da die Verbindung nicht zwischen Kontostand und eigener Motivation.“

Hoeneß hatte in dem Podcast auch über Kahn gesprochen, der den FC Bayern von Juli 2021 an als Vorstandschef geführt hatte, nach weniger als zwei Jahren aber wegen interner Differenzen wieder entlassen wurde.

Kahn meinte dazu: „Ich glaube, jeder muss für sich selbst beantworten, warum es bei manchen Menschen immer wieder diese Tendenz gibt, in der Öffentlichkeit ständig über andere reden und sie teilweise auch diskreditieren zu müssen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen.“

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Und weiter: „Natürlich hatten wir unterschiedliche Auffassungen – unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man einen Fußballverein führt. Und ich war vollkommen überzeugt davon, dass dieser Verein hin und wieder eine externe Sicht braucht und nicht ständig in seiner eigenen Suppe rumschwimmen sollte. Das war wie bei jedem anderen Klub, wie bei jedem anderen Unternehmen – alles im normalen Rahmen. Enttäuscht mich so etwas? Nein, überhaupt nicht. Es gibt so viele Dinge, die ich im Moment mache. Und dieses Thema ist für mich – das habe ich schon am Anfang gesagt – ad acta gelegt. Das Thema Bayern München ist für mich abgeschlossen, dieses Buch habe ich für mich zugemacht. Es kommen viele spannende Dinge auf mich zu, und darauf konzentriere ich mich.”

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