Manchmal werden Trainer in der Daikin Handball-Bundesliga von den eigenen Emotionen übermannt. Da kann einem auch mal was rausrutschen, was nicht jugendfrei ist.

Genau das ist Christian Prokop (46), dem Coach der TSV Hannover-Burgdorf und ehemaligem Bundestrainer, vor Wochenfrist beim Heimsieg gegen den Bergischen HC (34:30) passiert.

Foto: BILD

Schlüpfrige Handball-Auszeit von Ex-Bundestrainer

Es war kurz vor Ende der ersten Hälfte, noch acht Sekunden zu spielen, Hannover-Burgdorf hatte bei 17:15-Führung Ballbesitz. Prokop wollte in der Auszeit den letzten Angriffs-Quickie besprechen. Der erste Plan (Spielzug „Faust links“) und ein Abschluss von Lukas Stutzke (27) wurde wieder verworfen, Prokop kam eine neue Idee in den Kopf.

„Hört zu, passt auf, so machen wir es hier, jetzt fi… wir die mal richtig.“ Bei Prokops letztem Satz ist Vize-Kapitän Hannes Feise das Erstaunen deutlich anzumerken.

Fazit der Quickie-Besprechung: Nationalspieler Renars Uscins (23) wurde erfolgreich von der BHC-Abwehr gestört, Ball weg, Zeit um. Zur „Krönung“ bekam der am Boden liegende Uscins noch einen Tritt von Johannes Wasielewski (28) in die Weichteile, es kam zur Rudelbildung auf der Platte, die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, eine Bestrafung blieb aus.

Es war nicht die erste Auszeit Prokops, in der er sich in Rage brüllte. Kurz vor Weihnachten 2024 rutschte ihm während der 23:31-Pleite bei der MT Melsungen ein ähnlicher Sprachgebrauch raus.

Der Ex-Bundestrainer damals bei 19:23-Rückstand in der 44. Minute: „Glaubt daran, dass wir Bälle kriegen. Also dreht euch um und holt die Abpraller. Wir fi… uns hier immer selber ins Knie, könnten schon locker auf ein Tor dran sein.“

Sonntag (15 Uhr, live bei WELT TV, Bild.de, Sportbild.de und bei Dyn/Anzeige) muss Prokop mit Hannover-Burgdorf an seiner alten Wirkungsstätte beim SC DHfK Leipzig ran. Die aktuelle Formkurve der Niedersachsen zeigt erneut nach unten, eine Niederlage bei den Sachsen und somit der erste Saisonsieg des SC DHfK wäre keine Überraschung.

Prokops Vertrag bei der TSV Hannover-Burgdorf läuft am 30. Juni 2026 aus. Ob ihm sein Klub darüber hinaus die Stange halten wird, erscheint fraglich.

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Quelle: DYN Handball

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