Die Besetzung dieser Runde versprach große Unterhaltung – und sie hielt, was sie versprach.

Donnerstagabend fand eine weitere Folge „Raabs Pokernacht“ auf RTL statt. Stefan Raab und Elton luden neben dem GGPoker-Qualifikanten Daniel eine sportlich hochkarätige Runde ein: Neben Bayern-Legende Stefan Effenberg und Tennis-Über-Legende Boris Becker saß auch Star-Moderatorin Laura Wontorra mit am Tisch. Als Kommentator war Michael Körner, Poker-Papst und Basketball-Experte bei Dyn und der Big Show von Sportradio360, am Start.

Die Karten wurden da schnell zur Nebensache. Stattdessen lieferten die Stars haufenweise unterhaltsame Geschichten.

Laura Wontorra: Ich hatte eine private Poker-Nacht bei Max Kruse zu Hause

Für die erste Enthüllung sorgte TV-Tausendsassa Laura Wontorra, die eigentlich nicht wirklich Poker spielt – aber dennoch einmal an einer hochinteressanten Runde teilgenommen hat.

Wontorra erzählt von einer Runde mit mindestens zwei echten Fußball-Größen: „Ich habe mal bei einem Charity-Event gespielt zugunsten von Viva con Agua, bei Max Kruse zu Hause. Mit Claudio Pizarro! Da habe ich ein bisschen geübt und gelernt.“[–> Kruse pokert mindestens semi-professionell, wenig überraschend erzählt Laura: „Wir hatten nicht ansatzweise eine Chance, der hat uns vernichtet.“

So richtig viel gebracht hat das wohl nicht. Bei ihrem ersten Bluff fängt sie direkt an zu lachen. Elton: „Bluffen kannst du richtig gut, ne?“ Laura: „Meine Eltern sagen immer, man kann mir alles im Gesicht ablesen, jede Emotion.“

Raab foppt Becker mit Frauen-Spruch

Dass Stefan Raab doch nichts von der Dreistigkeit, die ihn einst bei Viva und TVtotal groß gemacht hat, verloren hat, zeigt er bei einem witzigen Spruch in Richtung Boris Becker.

Als viele Damen auf dem Tisch liegen, sagt die zum dritten Mal verheiratete Tennis-Legende: „Man sagt: Damen kosten Geld.“ Raab grinst: „Einer muss es wissen …“

Effenberg gibt Geheimnis von der WM 1994 preis

Spannend wird es auch, als es um die Fußball-Weltmeisterschaft 1994 geht. Zwischen Bundestrainer Berti Vogts und Teilen der Nationalmannschaft brodelte es, Stefan Effenberg wurde nach Hause geschickt, weil er Fans den Mittelfinger zeigte.

Raab, damals noch Blödel-Anfänger bei Viva, hatte zum Turnier in den USA den Hit „Böörti, Böörti Vogts“ rausgebracht, fragte den Tiger: „Ich hab 94 so nen Hit gemacht, Böörti Vogts, habt ihr das mitbekommen?“ Effe: „Ja, du standest ja vor dem Hotel.“ Raab lacht: „Die ganze Mannschaft wusste das?“ Effe überlegt kurz, gibt dann Preis, wie es zwischen Mannschaft und Trainer wohl wirklich stand: „Wir haben dich gefeiert.“

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Quelle: BILD/ Instagram @jpgomes23

Mit einer Frage bringt Wontorra Raab ins Schwimmen

Dass Laura Wontorra vor allem eine sehr gute Journalistin und Interviewerin ist, zeigt sie ganz nebenbei auch. Mit einer Frage und einer konkreten Nachfrage bringt sie den Gastgeber ganz schön ins Schwimmen.

Wontorra Richtung Raab: „Guckst du Doppelpass [–>(Fußball-Talk bei Sport1 mit Stefan Effenberg als Experten, d. Red.)[–>? Raab: „Ich gucke lieber das Spiel, das Gelaber danach interessiert mich nicht so sehr.“ Laura: „Im Fernsehen oder live im Stadion?“

Daraufhin laviert Raab durch die Gegend: „Ich … Ich bin ja FC-Fan … Ich gucke FC.“ Danach wechselt er schnell das Thema. Ob er ins Stadion geht oder nicht, lässt der Entertainer, der penibel genau darauf achtet, nie Privates preiszugeben, offen.

Effenberg komplett genervt von „Talk-Master“ Raab

Raab versucht ansonsten, die Unterhaltung am Laufen zu halten, doch bei Super-Competitor Effenberg ist er da an der falschen Adresse. Der Champions-League-Sieger von 2001 „will eigentlich nur Poker spielen“, stellt Kommentator Körner richtigerweise fest.

Effe fragt genervt: „Ist das hier ’ne Talk-Show?“ Als Raab ihm weiterhin auf die Nerven geht, raunzt Effenberg: „Kannst du nicht mal die anderen fragen? Hier sitzen auch noch andere am Tisch.“

Wie man Raab kennt, stachelt ihn die Genervtheit des Ex-Fußballers nur noch mehr an, er witzelt: „Wenn Stefan im Doppelpass so viel sagt wie hier, ist er eine schlechte Besetzung dort.“

Effe kontert: „Hattest du nicht mal so ’ne Talk-Show? Abends?“ Raab: „Hab ich immer noch.“ Effe: „Ja, lad mich ein.“ Der ganze Tisch lacht wegen des trockenen Humors des Ex-Nationalspielers.

Als Effenberg später raus ist, sagt er: „Es hat gedauert, bis er zum Punkt kommt, manchmal weiß er[–> (Raab, d. Red.)[–> nicht, was er spielen soll, das nervt dann.“ Er sagt aber auch: „Ich habe Spaß gehabt, alles gut.“

Kiffer-Witz von Effenberg

Die Stars sprechen auch über ihre Laster, Laura Wontorra ist wieder investigativ unterwegs, fragt Stefan Effenberg direkt: „Du rauchst doch auch relativ viel?“ Effenberg: „Ich rauche, ja.“

Dann haut der begnadete Spielmacher völlig unvermittelt einen raus: „Kiffen tu’ ich.“ Raab lacht los: „Kiffen tust du auch?“ Der Tiger knochentrocken: „Klar, damit fängt der Tag an, dann kommt eins zum anderen.“ Da hat einer versteckte Entertainer-Qualitäten.

Von Lionel Richie bis Coldplay: Die Lieblingsmusik von Laura Wontorra, Stefan Raab und Co.

Sehr interessant ist tatsächlich auch das Gespräch darüber, welche Musik bei den Stars bevorzugt wird. Boris Becker ist großer Fan von Coldplay, Effenberg feiert R&B, Stefan Raab liebt Earth, Wind and Fire und Laura Wontorra kennt fast jedes Lied von Lionel Richie auswendig.

Raab erzählt, dass er mal mit Lionel Richie auf einem Konzert „Easy“ gespielt hat und dabei auf dem Klavier des Mega-Stars lag. Laura ist beinahe neidisch: „Bei Lionel Richie auf dem Klavier liegen ist mein Lebenstraum.“ Ihre Lionel-Lieblingslieder: „Penny Lover“ und „My Destiny“.

Interessant auch die Lieblingslieder der anderen: Während Raab „What a fool believes“ von den Doobie Brothers nennt und Becker „Sky full of Stars“ von Coldplay liebt, bevorzugt Effenberg „Somewhere over the rainbow“ oder die deutsche Nationalhymne als Lieblingslied.

Elton gewinnt Raabs Pokernacht

Schade: Laura Wontorra wird als erste vom Tisch genommen. „Mein erster Bluff ist leider schon direkt enttarnt worden. Aber es hat super Spaß gemacht! Stefan Raab war sehr gut drauf heute. Ich komme gerne wieder.“ Als Nächstes ist für GGPoker-Qualifikant Daniel Schluss, dann geht Stefan Effenberg vom Tisch, ihm folgt Stefan Raab.

Im Heads-up sitzen am Ende Elton, der glücklichste Spieler, und Boris Becker, der beste Spieler. Die 50.000 Euro Siegprämie sichert sich Elton passend zum Abend mit einem Bad Beat auf dem River.

Fazit von Gastgeber Raab: „Ich finde, das war eine lustige Runde.“ Da hat er recht.

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