Beim 3:0 in Gladbach setzte Lennart Karl (17) den Bayern-Schlusspunkt, mit einem traumhaften Distanz-Knaller (81.)! Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung – und drei Tage nach seinem Startelf- und Tor-Debüt in der Champions League gegen Brügge (4:0).

Ein Traum für alle, die es mit den Münchnern und ihrem 1,68 Meter kleinen Shootingstar halten. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Nicolas Jackson (24)!

Nicolas Jackson (24) in Gladbach am Ball

Foto: Getty Images

Der Offensiv-Neuzugang, der diesen Sommer per 16,5 Mio.-Euro-Leihe inklusive 65-Mio.-Kaufoption vom FC Chelsea kam, ist der große Verlierer des Karl-Aufstiegs.

Denn: Der Senegalese ist selbst noch gar nicht im Team von Trainer Vincent Kompany (39) angekommen. In Gladbach enttäuschte er trotz des Sieges wegen fehlender Bindung zum Offensiv-Spiel und einiger unglücklicher Aktionen am Ball, bekam deshalb von BILD die Note 5.

Vor einer Woche konnte er bereits seine Startelf-Chance im Liga-Gipfel gegen Dortmund (2:1) nicht für Eigenwerbung nutzen. Daraufhin saß er beim Brügge-Spiel zunächst auf der Bank, dafür bekam Karl einen Platz in der ersten Elf und überzeugte auf ganzer Linie. Gegen die Belgier gelang Jackson zwar immerhin ein Treffer, doch Karl überstrahlte mit seiner Zauber-Premiere in der Königsklasse inklusive Fernschuss-Tor alles.

Spätestens durch sein nächstes Traumtor gegen Gladbach ist der Top-Teenie nun ein weiterer ernsthafter Konkurrent für Jackson in der ohnehin schon so starken Bayern-Offensive.

Die Folge: Jackson, der diese Saison erst viermal von Beginn ran durfte, könnte es demnächst noch schwerer haben, regelmäßig zum Einsatz zu kommen und sich für einen langfristigen Verbleib an der Säbener Straße zu empfehlen …

ttn-36