Familientreffen beim Meister!
Elias Kofler (25) tritt mit dem HSV Hamburg in der Daikin Handball-Bundesliga bei den Füchsen Berlin (Sonntag, 18 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) an. Bei den Füchsen spielen seine Brüder Jonas und Gabriel (beide 20).
„Das sind meine Zwillingsbrüder“, erklärt Elias im Gespräch mit SPORT BILD: „Sie spielen beide für die zweite Mannschaft der Füchse Berlin.“ Kofler ist ein Familienmensch, hat insgesamt drei Brüder und zwei Schwestern. Jonas feierte gerade sein Bundesliga-Debüt bei den Füchsen – ob er auch Sonntag dabei ist? „Da habe ich keinen Plan.“
Da fehlen die Worte: Welt-Handballer mit unfassbarem Treffer
Eines steht fest: „Meine Eltern kommen auf jeden Fall, meine Großmutter und eine Tante auch.“ Sie alle reisen aus Wien an.
Kofler (kam im Sommer von Absteiger VfL Potsdam) fand sich zu Saisonbeginn oft auf der Bank wieder. „Ich wusste, dass, wenn man in ein neues Team kommt, es eine Übergangsphase gibt.“ Und: „Ich weiß, was ich kann, und ich weiß, dass ich der Mannschaft helfen kann.“
Trainer Torsten Jansen (48) lobt die Einstellung seines österreichischen Nationalspielers: „Elias hat eine Wahnsinns-Ausstrahlung. Er hat in den vergangenen Spielen einen sehr guten Job gemacht.“
Der Sportmanagement-Student (3. Semester) beschreibt seine Rolle so: „Ich denke, eine meiner Hauptaufgaben in der Mannschaft ist, Energie vor allem in die Abwehr reinzubringen.“
Und dort ist Kofler mit 1,88 Metern nicht der Größte, dafür aber extrem bissig in der Deckung und im Mittelblock. „Man muss etwas abwehrtaktisches Verständnis mitbringen“, sagt er lächelnd. „Dann kann man auch die Körpergröße wettmachen.“
Klappt gut, auch offensiv läuft es: „Ich verstehe mich einfach super mit Moritz und mit Jakob (Sauter und Lassen, d.Red.)“
Für das Spiel beim Meister gilt: volles Risiko. „Wir werden wieder unser Ding versuchen durchzuziehen“, sagt Kofler. „Dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt.“ Gegen Gummersbach (31:30), Magdeburg (29:30) und Kiel (25:27) haben Kofler & Co. gezeigt, dass sie Favoriten „richtig ärgern können“.
Nach dem Familien-Besuch reist Kofler nicht mit der Mannschaft zurück, sondern fliegt zur Nationalmannschaft nach Wien. Am Montag startet der Lehrgang mit dem neuen Teamchef Iker Romero (45). „Ich habe bis jetzt echt nur positive Sachen von ihm gehört“, sagt Kofler, der mit Österreich am 1. November gegen Ungarn testet.



