Offene Worte von Jude Bellingham!

Der Real-Star äußerte sich am Mental Day, dem Welttag für psychische Gesundheit, über die Probleme im Spitzensport. Dabei kritisierte er auch den Einfluss der sozialen Netzwerke.

Bellingham zu „ESPN“: „Mit der Entwicklung der sozialen Medien und der Technologie gibt es mehr Möglichkeiten, jemanden anzugreifen und fertigzumachen und ich glaube, dass es immer noch stigmatisiert ist, über psychische Gesundheit zu sprechen.“

Dabei kann er auch über eigene Erfahrungen berichten. Bellingham weiter: „Es gab Zeiten, in denen ich mich verletzlich gefühlt, an mir selbst gezweifelt habe und jemanden zum Reden gebraucht habe. Stattdessen aber habe ich versucht, dieses machohafte Sportlerimage aufrechtzuerhalten, nach dem Motto: ‘Ich brauche niemanden!’ Jeder braucht jemanden. Und man fühlt sich viel besser, wenn man über seine Gefühle und Emotionen spricht.“

Er hat Verständnis für jeden Sportler, dem der Hass in den sozialen Netzwerken zusetzt. Bellingham: „Jeder darf seine Meinung zum Sport haben, aber es sollte Grenzen geben für die schrecklichen Dinge, die man sagen kann. Dieser Hass ist für Sportler wirklich hart – und ich kann mich sehr gut in diejenigen hineinversetzen, die mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen haben.“

Er gibt an, dass er gelernt habe, damit zu leben, dass er nicht perfekt sein kann. Er versuche, sein Selbstbewusstsein mit Selbstbestätigung hochzuhalten.

Bellingham kämpft sich aktuell nach einer Schulterverletzung zurück in die Stammelf der Madrilenen. Beim 2:5 im Stadtderby gegen Atlético stand er erstmals in dieser Saison in der Startelf.

Mentale Gesundheit im Fußball – ein Thema, das nicht erst seit dem tragischen Tod Robert Enke (†32) immer wichtiger wird.

Es ist eine Aufgabe für die Klubs und die Berater, alles dafür zu tun, ihre Spieler zu unterstützen. Die sozialen Netzwerke wird man wahrscheinlich nicht in den Griff bekommen können.

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Quelle: BILD

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