Seine ersten beiden Spielzeiten in der HBL waren ähnlich kompliziert wie sein Name. Doch nun startet Elias Ellefsen á Skipagøtu (23), genannt „Skippy“, durch. Mit 49 Toren steht der Spielmacher auf Platz 2 der Torjägerliste, dank ihm führt der THW Kiel mit 12:0 Punkten die Tabelle an.

Der Mittelmann von den Färöern ist einer von sieben Gewinnern, die sich in den ersten sechs Spieltagen in den Vordergrund gespielt haben. SPORT BILD stellt sie vor.

Handball-Hüne (2,03 m) taucht ab: Die witzigste Abwehr-Aktion des Jahres

Quelle: DYN

Skipagøtu kam 2023 mit 21 als kommender „U23-Welthandballer des Jahres“ nach Kiel. Verletzungen und das hohe Niveau in der stärksten Handball-Liga der Welt erschwerten die Eingewöhnung. Doch Kiel bewies Geduld mit dem Talent und wird nun dafür belohnt. „Wenn er mit Power und Geschwindigkeit kommt, ist er schwer zu stoppen“, sagt Kiel-Trainer Filip Jicha (43). „Elias ist sehr wertvoll für uns, mit seinem Spaß am Spiel belebt er unsere neu formierte Mannschaft. Er konnte endlich einmal die Vorbereitung ohne Verletzung absolvieren. Das hat ihm enorm geholfen.“

Kay Smits (28/VfL Gummersbach): Seit Dezember 2023 hing seine Karriere nach einer Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) lange am seidenen Faden. Bei seinem neuen Klub Gummersbach hat Smits ein bemerkenswertes Comeback. „Ich hatte das Vertrauen, dass es sich irgendwann wieder drehen wird“, sagt er. VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler (42): „Kay Smits ist ein Weltklasse-Halbrechter. Ich freue mich unglaublich für ihn und für uns.“ Smits erzielte bisher 29 Tore für den Altmeister, der mit 10:2 Punkten in die Saison startete.

Kai Häfner (36/TVB Stuttgart): Der rechte Rückraum-Mann ist im Juli 36 geworden, spielt aber trotz des Alters groß auf. Der Ex-Nationalspieler (EM-Gold 2016, Olympia-Silber 2024, Olympia-Bronze 2016) ist beim TVB Stuttgart die Tor-Versicherung: 49 Treffer nach sechs Partien! Für weiteren Auftrieb dürfte sein Bruder Max sorgen. Der 29-Jährige hat seinen Vertrag beim TVB bis 2028 verlängert. Der Kontrakt von Kai Häfner läuft bis 2027 – Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Lukas Hutecek (25/TBV Lemgo Lippe): Wie die gesamte Lemgoer Mannschaft fliegt auch der Österreicher seit Jahren unter dem Radar – doch die Leistungen sind top. Diese Saison scheint die Truppe von Florian Kehrmann (48) reif für Europa zu sein. Auch dank Hutecek, der als Spielmacher und Torschütze, aber auch in der Abwehr glänzt. Hutecek stand immer wieder bei Top-Teams auf dem Zettel (Melsungen, Berlin), doch Anfang September verlängerte er bis 2028 in Lemgo. „Er ist einer der prägenden Spieler der Liga“, findet Kehrmann.

Omar Ingi Magnusson (28/SC Magdeburg): 2 x Champions-League-Sieger, 2 x Deutscher Meister, 3 x Klub-WM-Sieger, HBL-Torschützenkönig 2021 – dass Magnusson Weltklasse ist, wissen alle. Trotzdem scheint der Isländer noch mal einen Sprung gemacht zu haben. Mit 49 Toren aus fünf Spielen ist er vorne in der Torjägerliste, seine Wurfquote von 87,5 Prozent zeugt von gesteigerter Qualität. In den Jahren zuvor lag der Linkshänder (Vertrag bis 2028) stets bei Werten um 70 Prozent.

Marek Nissen (24/HC Erlangen): Der HCE, jahrelang als die Holzfäller-Truppe verschrien, macht richtig Spaß, wie zuletzt beim sensationellen 31:31 gegen Magdeburg. Mit zehn Toren war Nissen der beste HC-Werfer, nachdem er zuvor gegen Melsungen neunmal getroffen hatte. Auch in der Abwehr glänzt Nissen, Manager Ole Rahmel nennt ihn „Schlüsselspieler.“ Und verlängerte Nissens Vertrag schnell bis 2028.

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Nicolaj Jørgensen (25/HSV Hamburg): In sechs Spielen warf er 39 Tore. Sportdirektor Johannes Bitter (43) über den Rückraumspieler, der bis zum 14. Lebensjahr im Handball und im Fußball aktiv war: „Er hat einiges an Potenzial, ist super spielintelligent und passt zu unserem Team auch in Sachen Ballgeschwindigkeit und Spielverständnis. Er ist sehr unbekümmert und geht immer hundert Prozent rein. Es ist gut, einen Spieler zu haben, der immer vorangehen will.“

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