Bei der Klub-WM in Ägypten wird der amtierende Champions-League-Sieger im Halbfinale von Veszprem gestoppt – 20:23. Der ungarische Top-Klub gewann bereits im letzten Jahr das Finale gegen den SCM und spielt nun erneut um die Prämie von 350.000 Dollar.
Trainer Bennet Wiegert nach dem Spiel: „Ich glaube, dass wir eine ganz vernünftige erste Halbzeit gespielt haben, in der wir vielleicht – wenn wir nicht so viele Fehlwürfe haben – schon höher führen müssen. Leider zieht sich das in der zweiten Halbzeit wie so ein roter Faden durchs Spiel.“
SC Magdeburg bei Klub-WM in Geisterhalle gestoppt
Ob die ungewöhnliche hohe Fehlerquote an der ungewohnten Atmosphäre liegt?
Eine Geisterkulisse in der New Capital Sports Hall östlich von Kairo. Nahezu alle der rund 7500 Plätze bleiben am Nachmittag unbesetzt. Wirkliche Handball-Stimmung kann da nicht aufkommen. Entsprechend nervös beginnt auch das Spiel.
Der erste Treffer der Ungarn durch Ex-Bundesligastar Ivan Martinovic (kam von den Rhein-Neckar Löwen) zum 0:1 ist deren erste und einzige Führung in Hälfte eins. Ein Kempa-Trick, den Gisli Kristjansson vollendet, bringt das 3:1 für den SCM.
Problematisch jedoch die untypisch schwache Abschlussquote der Magdeburger, die allein in Person von Omar Ingi Magnusson zwei Siebenmeter verwerfen und einen weitaus höheren Vorsprung verspielen.
Immerhin geht es trotzdem mit einer Zwei-Tore-Führung (11:9) in die Pause.
Doch dann kippt das Spiel. Der SCM tut sich gegen die Abwehr der Ungarn immer schwerer, die dagegen in einen Flow kommen und durch Ägyptens Superstar Ali Zein (34) die zweite Führung im Spiel zum 15:14 holen (42.). Die wird Treffer für Treffer ausgebaut – bis hin zum 20:16.
Kurz noch einmal Hoffnung, als Tim Hornke einen Siebenmeter zum 21:20 verwandelt. Doch selbst in Überzahl können Gisli Kristjansson (Stürmerfoul) und Felix Claar (scheitert an Torwart Corrales) in den letzten Minuten die erneute Wende nicht mehr erzwingen.
Wrestling oder Handball?: Dieses Tackling in der HBL geht schief
Wiegert zu den Knackpunkten: „Dann kommt die Energie von Veszprem, wir verlieren etwas Energie. Wir bekommen noch mal eine entscheidende Chance in Überzahl, wo Gisli leider ein Stürmerfoul macht. Aber zum Schluss muss man sagen, es ist ein verdienter Sieg für Veszprem, herzlichen Glückwunsch.“
Am Abend spielen noch der FC Barcelona und Al Ahly (Ägypten) um den Finaleinzug. Das Endspiel steigt am Donnerstag.


