Oans, zwoa, gwunna! EM-Helden gefeiert, Aufsteiger geputzt – der Start in die neue Saison der Easycredit BBL ist für den Über-Giga-Meister-Favoriten FC Bayern Basketball geglückt.

Trotzdem war beim 93:77 gegen Science City Jena noch lange nicht alles gut bei den Münchnern. Im Gegenteil: Die erste Halbzeit war so problembehaftet, dass sich FCB-Coach Gordon Herbert sogar einen Wiesn-Witz über seine eigene Mannschaft nicht verkneifen wollte.

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Der Weltmeister-Trainer nach der Partie: „Respekt an Jena, sie haben wieder gut gespielt nach ihrem großen Erfolg am Mittwoch im Pokal. Ich war nicht sehr begeistert von unserer ersten Halbzeit, wir haben 47 Punkte abgegeben und hätten noch foulen können.“

Um seinen Worten noch etwas Nachdruck zu verleihen und jedem klarzumachen, wie schlecht er die erste Hälfte fand, machte Herbert dann noch den Wiesn-Witz über seine Truppe: „Wir haben gespielt, als wären wir vom Oktoberfest direkt auf den Platz gekommen.“

FC Bayern Basketball: Gordon Herbert kritisiert Team trotz Siegs gegen Jena

In den ersten beiden Vierteln hatten die Bayern große Probleme gegen den frechen Aufsteiger, der mit seinen kleinen Guards Tavian Dunn-Martin (1,73 Meter/20 Punkte) und Eric Washington (1,83 Meter/15 Punkte) durch den BMW Park wirbelte.

Nach dem ersten Viertel führte Jena mit 23:21, zur Halbzeit lagen die Bayern dann zwar 48:47 vorne – aber nur, weil Real-Neuzugang Xavier Rathan-Mayes mit der Pausen-Sirene noch einen Dreier vom Parkplatz versenkte.

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Ob’s an den Wiesn-Nachwirkungen lag?

Tatsächlich hatte fast die komplette Mannschaft am Montagabend im Paulaner Festzelt das Oktoberfest gefeiert, dabei auch auf der Bühne ordentlich Stimmung gemacht.

Trotzdem war gegen Jena natürlich nicht der Rest-Alkohol ausschlaggebend für den komplizierten Start. Europameister Leon Kratzer: „Jena war schon voll im Rhythmus, deswegen war es am Anfang wie erwartet holprig.“ Herbert führte aus: „Es ist ein Prozess, wir sind erst seit ein paar Tagen alle zusammen.“

In der zweiten Halbzeit spielte der Meister dann doch seine Klasse aus, verteidigte auch die Jenaer Punktelieferanten Dunn-Martin und Washington besser.

Gäste-Trainer Björn Harmsen: „In der zweiten Halbzeit ist uns ein bisschen die Energie ausgegangen, wir haben mehr Fehler gemacht. München hat aggressiver verteidigt und sich besser adaptiert auf unsere Stärken und hat deshalb auch verdient gewonnen.“

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