Mario Basler (56) in seinem Podcast „Basler ballert“: „Wenn man sagt, er ist das größte Talent beim FC Bayern im Moment, dann muss ich sagen, dann fehlt aber noch ganz schön viel.“
Und: „Man lobt ihn ja seit Monaten in den Himmel. Wenn ich die Chance von Anfang an kriege, dann muss ich mein Talent auch zeigen.“
Karl kam 2022 in die Jugend der Münchner, am 15. Juni machte er bei der Klub-WM gegen Auckland (10:0) sein erstes Spiel für die Profis. In der Vorbereitung überzeugte er immer wieder, fünf weitere Male stand er seit dem Profi-Debüt vor knapp drei Monaten auf dem Platz – beim 4:1 am vergangenen Wochenende in Hoffenheim erstmals sogar in der Startelf (mit 17 Jahren und 210 Tagen der zweitjüngste Startelf-Spieler in der Bundesliga-Historie der Bayern nach Mathys Tel).
Und: Anfangs tat er sich schwer, bereitete dann aber mit einer Ecke die Führung durch Harry Kane (44.) vor. In der 62. Minute wurde er von Trainer Kompany dann ausgewechselt.
Karl hatte die Bosse in der Vorbereitung auf die Saison überzeugt. Er wird weitere Chancen bekommen. Im Klub setzt man auf ihn.
Lennart Karl
Basler, der selbst von 1996 bis 1999 in München spielte, aber: „Das hat auch nichts mit dem Alter zu tun, sondern da erwarte ich einfach mehr. Da kam aber gar nichts. Also das muss man klar und deutlich sagen. Und da darf man auch keine Rücksicht nehmen aufs Alter oder sonst irgendwas, sondern da ist einfach zu wenig gekommen.“
Kritik äußerte Basler zuvor auch schon an Sandro Wagner (37). Im „Doppelpass“ sagte er über den Augsburg-Trainer: „Ich glaube, dass er überheblich ist, dass er arrogant ist in seiner Außendarstellung. Das wird ihm auf die Füße fallen.“
Und: „Ich glaube, dass er es völlig übertreibt. Er hat in Freiburg gewonnen. Wenn sie heute in Freiburg spielen müssten, würde es anders aussehen. Ich weiß nicht, ob das der FC Augsburg eine ganze Saison lang durchhält. Er muss langsam auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Er muss sich hinten anstellen.“


