Der Ex-Frankfurter lieferte beim 2:1-Sieg eine starke Partie, erzielte das zwischenzeitliche 2:0, ließ sich dafür von den Fans feiern – und stellte damit andere in den Schatten.
Von den Top-Neuzugängen Alexander Isak (26/kam für 145 Millionen Euro aus Newcastle) und Florian Wirtz (22/kam für 125 Millionen Euro aus Leverkusen) sprach danach kaum jemand – zumindest nicht positiv.
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Beide Top-Stars saßen in diesem wichtigen Spiel zunächst nur auf der Bank. Beide wurden nach gut einer Stunde eingewechselt. Beide konnten keine nennenswerten Akzente setzen. Die Tageszeitung „Liverpool Echo“ benotete Isak und Wirtz mit fünf von zehn möglichen Punkten – die schlechtesten Bewertungen aller Reds-Spieler.
Das Urteil für Wirtz, der in nunmehr fünf Premier-League-Einsätzen noch immer auf keine Torbeteiligung kommt, lautete knapp: „Spielte auf der linken Seite, hatte Probleme mit dem Tempo des Spiels. Kassierte eine Gelbe Karte.“
Jason McAteer (54), von 1995 bis 1999 Spieler des FC Liverpool, sagte als TV-Experte für beIN SPORTS: „Dieses Spiel ist sehr, sehr wichtig. (Everton-Trainer) David Moyes hat seine Mannschaft so aufgestellt, dass sie Liverpool unter Druck gesetzt hat. Ich glaube nicht, dass Wirtz dieser Herausforderung schon gewachsen ist.“
Ein 33-maliger deutscher Nationalspieler, Double-Sieger mit Leverkusen nicht bereit für ein Derby gegen Everton? Ein vernichtendes Urteil.
McAteer nahm den Deutschen aber auch in Schutz, er sei nur einer von mehreren Spielern, die „insgesamt unbeständige Leistungen“ zeigen würden. „Seine Qualität zeigt sich, wenn er seine guten Phasen hat. Gegen Atlético Madrid hat er vier oder fünf großartige Chancen herausgespielt. Aber ich stimme zu, dass man in bestimmten Spielen etwas mehr von ihm erwartet hätte, aber seine Ausgewogenheit, seine Kreativität, die Art und Weise, wie er sich in kleine Lücken schiebt. Es ist nicht seine Schuld, dass Liverpool ihn manchmal nicht bedient, aber die Qualität ist da.“

