Der Prügel-Skandal geht in die nächste Runde …

Nachdem Mittelfeldstar Adrien Rabiot (30) sowie Jonathan Rowe (22) von Olympique Marseille wegen einer Kabinen-Schlägerei rausgeschmissen wurden, enthüllt OM-Trainer Roberto De Zerbi (46) jetzt schockierende Details über den Vorfall!

De Zerbi selbst sagt am Freitag auf einer Pressekonferenz zur Schlägerei: „An einem Arbeitsplatz, wenn sich zwei Angestellte prügeln – wie in einem englischen Pub – mit einem anderen Kollegen, der bewusstlos zu Boden geht, was muss der Arbeitgeber in Frankreich tun? Es gibt zwei Lösungen: Suspendierung oder Entlassung.“

Und weiter: „Ich hätte so tun können, als hätte ich nichts gesehen. Aber ich verliere nicht meine Würde, nur um die Meisterschaft nicht zu verlieren. Ich werde den Verein immer unterstützen. Ja, es wurden keine Zähne ausgeschlagen, aber so eine Schlägerei habe ich noch nie gesehen. Während Darryl Bakola am Boden lag und das Bewusstsein verloren hatte …“

Hintergrund: Rabiot hat sich nach der 0:1-Pleite am vergangenen Freitagabend gegen Stade Rennes eine handfeste Auseinandersetzung mit Rowe geliefert. Daraufhin gab der Klub bekannt, dass beide Spieler den Verein verlassen müssen.

Zuvor hatte Rabiots Mutter und Beraterin Véronique heftig gegen die Klub-Bosse ausgeteilt. Im Interview mit „La Provence“ hatte sie den Vorfall abgeschwächt: „Die gewählten Worte (vom Klub, d. Red.) wie ‘beispiellose und extreme Gewalt’ sind sehr stark. Meines Wissens nach gab es keine aufgeplatzten Lippen, keine gebrochenen Nasen, keine zertrümmerten Augenbrauen. Niemand ist verletzt, niemand ist ins Krankenhaus gekommen, es gab nicht einmal einen Arztbesuch. Es gab eine Auseinandersetzung, aber keine unerhörte Gewalt.“

Laut Véronique Rabiot sei der Streit nicht zwischen ihrem Sohn und Rowe ausgebrochen. Demnach hätte Rabiot zwischen Rowe und Gerónimo Rulli schlichten wollen. „Das ist nichts Schockierendes, das passiert in jeder Umkleidekabine. Es ist früher passiert und es wird wieder passieren. Die Strafe ist völlig unverhältnismäßig. Das weiß jeder, sie lügen.“

Und sie teilte anschließend weiter aus: „Der Trainer (Roberto De Zerbi, d. Red.), der so etwas noch nie gesehen hat, obwohl er immer schreit und herumbrüllt … Und dann war er schockiert davon?“

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Quelle: BILD/DFL

Auch an Medhi Benatia (38) ließ Véronique Rabiot kein gutes Haar. Der Ex-Bayern-Star ist seit Januar Sportdirektor bei Olympique Marseille.

Benatia, der selbst für drei Monate gesperrt worden, nachdem er sich im Pokalspiel gegen Lille (4:5 n.E.) Rot einfing, hatte bei „RMC“ zu dem Vorfall gesagt: „Eine chaotische Szene, so etwas habe ich noch nie gesehen. Und ich habe 17 bis 18 Jahre in einem Umkleideraum verbracht, ich habe mich auch als Kapitän gestritten.“

Véronique Rabiot meinte dazu: „Es ist ernst. Sehen Sie, das ist Verrat. Ich kann es nicht erklären, wir verstehen es nicht. Letztendlich denke ich, der Anzug ist ihnen zu groß, sie sind dem nicht gewachsen. Wir können ihm nicht glauben, wenn er sagt, er habe so etwas in seiner 18-jährigen Karriere noch nie in einer Umkleidekabine gesehen. Er muss die ganze Fußballwelt zum Lachen bringen. Wie kann er das sagen? Es gibt so etwas, und das hat es schon immer gegeben.“

Rabiot sei so glücklich, gewesen, in Marseille zu sein, „aber am Ende behandeln sie ihn wie einen Ausgestoßenen, wie einen Bösewicht.“

Der 53-malige französische Nationalspieler hatte vor einem Jahr in Marseille unterschrieben, nachdem sein Vertrag bei Juventus Turin ausgelaufen war. Er hatte großen Anteil daran, dass Marseille Vizemeister wurde. Sein Arbeitspapier in der französischen Hafenstadt ist eigentlich noch bis kommenden Sommer gültig.

Aktuell halte sich der Franzose gemeinsam mit Jonathan Rowe fit. Angebote habe es für ihn schon gegeben, verriet seine Mutter. Laut Medienberichten sollen Galatasaray Istanbul, die AC Mailand und Juventus Turin Interesse an dem 30-Jährigen haben.

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