Biathlon-Heldin Laura Dahlmeier (31) ist bei einer Expedition im pakistanischen Karakorum-Gebirge schwer verunglückt. Dahlmeier wurde am Montag von einem Steinschlag erfasst, es gab auch am Dienstag kein Lebenszeichen. Die Suche nach ihr ist vorerst eingestellt worden, wie ein pakistanischer Behördensprecher mitteilte.
Der Grund: Es ist zu dunkel! Denn Pakistan liegt zeitlich drei Stunden voraus. Über den Schritt informierte ein Sprecher der Tourismusbehörde vor Ort die Deutsche Presse-Agentur am Abend (Ortszeit). Die Suche werde am kommenden Morgen weitergehen.
Bedeutet: Für Dahlmeier ist es die zweite Nacht bei Minusgraden, in der Nacht sollen die Temperaturen am Laila Peak auf bis zu minus acht Grad sinken, das besagt ein aktueller Wetterbericht. Auf der Höhe von rund 5.700 Metern liegt auch Schnee, es herrschen hochalpine Wetterbedingungen.
Nach BILD-Informationen ist auch Kletter-Star Thomas Huber (58) vor Ort, war an der Rettungsaktion beteiligt. Er half mit, Dahlmeiers Seilpartnerin Marina Krauss in Sicherheit zu bringen.
Dahlmeiers Management teilt in einem Statement auf ihrem Instagram-Profil mit: „Laura Dahlmeier war am 28. Juli mit ihrer Seilpartnerin im alpinen Stil unterwegs, als sie von einem Steinschlag erfasst wurde. Der Unfall geschah gegen Mittag Ortszeit auf rund 5.700 Metern. Die Seilpartnerin setzte sofort einen Notruf ab, der Rettungseinsatz wurde umgehend eingeleitet.“
Und weiter: „Aufgrund der Abgeschiedenheit des Gebiets konnte ein Rettungshubschrauber die Unfallstelle erst am Morgen des 29. Juli erreichen. Ein internationales Bergrettungsteam koordiniert derzeit die Bergung. Dabei werden sie von erfahrenen internationalen Bergsteiger:innen unterstützt, die sich in der Region befinden.“
Sorge um Laura Dahlmeier: Das Bergsteigen ist ihre große Leidenschaft
Ein Team um Kletter-Star Thomas Huber sollte am Dienstag die Ex-Biathletin retten. Huber schrieb das Vorwort für Dahlmeiers Buch „Wenn ich was mach, mach ich’s gscheid“ (2023). Der Untertitel: „Über Herausforderungen, die Freiheit in den Bergen und warum es wichtig ist, sein Ding durchzuziehen.“
Huber und sein Bruder Alexander (56) machten sich in der Bergszene als „Huberbuam“ einen Namen. Sie wurden durch spektakuläre Erstbegehungen bekannt, unter anderem in den Alpen und auch im Karakorum. Dort, wo Dahlmeier verunglückte.

Thomas Huber und sein Bruder Alexander (56) beim Bayerischen Sportpreis 2023
Es gibt große Sorgen um die Ex-Biathletin: Bei einem Hubschrauber-Überflug wurde festgestellt, dass sie mindestens schwer verletzt ist. Lebenszeichen waren nicht zu erkennen.
Dahlmeier ist staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin. In der Mitteilung des Managements heißt es zudem, dass weitere Informationen bereitgestellt werden, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

