Am letzten Spieltag der 2. Liga (7. Juni, alle Spiele 18 Uhr) fällt die Entscheidung über den zweiten Aufsteiger und den zweiten Absteiger. Oben geht es um das Fernduell zwischen dem TV Hüttenberg und GWD Minden, unten sind sogar fünf Klubs im Kampf gegen den Abstieg involviert.
Kompletter Wahnsinn in der 2. Handball-Bundesliga
Der Bergische HC steht als Zweitliga-Meister und Aufsteiger fest, die HSG Konstanz als Absteiger. Und sonst? Alles unklar und offen.
Um Aufstiegsplatz 2 duellieren sich der TV Hüttenberg und GWD Minden aus der Ferne. Beide sind punktgleich, Hüttenberg hat die bessere Tordifferenz. Minden muss zum TuS Ferndorf, der als Elfter mit 30:36-Punkten gerettet ist. Hüttenberg muss zu den Eulen Ludwigshafen, die mit 28:38-Punkten zittern wie Espenlaub.
Gegen den Abstieg kämpfen außer Ludwigshafen noch der TSV Dormagen, der VfL Lübeck-Schwartau, der TuS N-Lübbecke und der ASV Hamm-Westfalen. Deren Gegner sind allesamt Fluch und Segen zugleich.
Denn für keinen von ihnen hat der Spielausgang am kommenden Samstag irgendwelche Auswirkungen außer das Verpassen von Platz 10, der zur Teilnahme am nächsten DHB-Pokal berechtigt.
Dormagen muss zur HSG Nordhorn-Lingen, Lübbecke zu Eintracht Hagen. Hamm empfängt TuSEM Essen, Lübeck den HSC Coburg. Den Malus der schlechtesten Tordifferenz schleppt Lübbecke (-45) mit in den Showdown.
Kurios: Dormagen hat mit 1033 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga, spielt aber dennoch gegen den Abgang in Liga 3. Schon allein das zeigt: Es ist die wahrscheinlich verrückteste Handball-Liga in ganz Europa, in der man 30 Punkte brauchte, um den Abstieg zu verhindern.


