Gefährliche Entwicklung nach dem Pfosten-Crash von Taiwo Awoniyi (27)!

Der frühere Bundesliga-Profi (jetzt Nottingham Forest) musste sich nach einem Aufprall gegen den Pfosten im Premier-League-Spiel gegen Leicester City (2:2) am Sonntag einer Not-OP unterziehen (SPORT BILD berichtete). Nun wurde er vorübergehend in ein künstliches Koma versetzt. Laut seinem Verein soll er sich nach der Operation jedoch „gut erholen“.

Der Ex-Unioner war in der 83. Minute eingewechselt worden; kurz danach kam es beim Versuch, eine Flanke zu erreichen, zu dem Pfosten-Crash. Fatal: Awoniyi spielte nach langer Verletzungspause sogar noch durch, auch weil die Teamärzte die Schwere der Verletzung offenbar nicht erkannten, das Wechselkontingent bereits erschöpft war. Nach dem Spiel wurde er vom Platz getragen.

Erst am Montag war das Ausmaß der Verletzung dann deutlich geworden. Wie die „Daily Mail“ berichtete, soll es sich sogar um eine „potenziell lebensbedrohliche Verletzung“ gehandelt haben.

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Quelle: BILD

Doch nach der Not-Operation teilte der Klub am Dienstagabend mit, dass Awoniyi (seit 2022 73 Spiele und 17 Tore für Nottingham) den Eingriff gut überstanden habe. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Zustand des nigerianischen Nationalspielers lebensbedrohlich sei, berichtet die Nachrichtenagentur „PA Media“. Das künstliche Koma soll vielmehr dafür sorgen, Awoniyis Bewegungen einzuschränken und den Herzschlag zu regulieren.

Wechselkontingent war schon erschöpft – Klub-Boss sauer

Der Zwischenfall veranlasste den Verein aber auch, in einem langen Statement auf die Reaktion von Klub-Boss Evangelos Marinakis (57), der nach dem Schlusspfiff wutentbrannt auf den Rasen gerannt war und den Trainer Nuno Espirito Santo (51) angeschnauzt hatte, zu reagieren.

Hintergrund: Nach der Behandlungspause hatte Santo sein Wechselkontingent schon erschöpft, was Awoniyi zum Durchspielen zwang.

Forest schrieb auf seiner Homepage: „Seine Reaktion zeugte von großer Sorge, Verantwortung und emotionaler Anteilnahme an einem unserer Spieler. (…) In den letzten zehn Minuten des Spiels, als er sah, dass unser Spieler sich sichtlich unwohl fühlte und mit sichtbaren Schmerzen kämpfte, wurde es für ihn immer schwieriger, an der Seitenlinie zu bleiben. Seine tiefe Frustration darüber, unseren Spieler mit starken Schmerzen am Boden liegen zu sehen – etwas, das niemand mit echter Fürsorge ignorieren konnte – veranlasste ihn, auf das Spielfeld zu gehen.“

Eine Konfrontation mit Trainer Santo oder den anderen Beteiligten habe es nicht gegeben, aber: „Wir waren nur alle gemeinsam frustriert darüber, dass das medizinische Team dem Spieler niemals hätte erlauben dürfen, weiterzuspielen.“ Ähnlich hatte sich Marinakis selbst geäußert.

Taiwo Awoniyi spielt seit Sommer 2022 bei Nottingham Forest. Er war für 20,5 Millionen Euro Ablöse von Union Berlin auf die Insel gewechselt.

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