Was will der denn da oben auf der Tribüne?! Fan-Ärger? Oldenburgs Spielmacher Geno Crandall stürmt bei der heftigen 92:119-Pleite in Ulm hoch bis in die dritte Reihe …

24. Minute, Ulm (2.) führt gegen den Zwölften der BBL mit 36:26. Oldenburg nach Auszeit im Ballbesitz. Doch offenbar haben die Spieler bei der Ansage von Coach Mladen Drijencic überhaupt nicht zugehört …

„Pass des Jahrhunderts“: Bayern-Star lässt Kommentatoren völlig ausrasten

Quelle: BILD/ Magenta Sport

Norris Agbakoko wirft den Ball in Richtung Crandall, doch der rechnet nicht damit, der Ball fliegt Richtung Seitenauslinie. Crandall hechtet verzweifelt hinterher, erwischt den Ball aber nicht mehr richtig. Stoppen kann er auch nicht mehr, rennt deshalb mit vollem Tempo die Tribüne hoch. Kommt erst an der Werbebande hinter der dritten Reihe zum Stehen. Gut, dass da vorn keiner saß …

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Eine typische Szene der Oldenburger. Dyn-Kommentator Flo Pertsch trocken: „Die Chemie zwischen Agbakoko und Crandall ist heute sowas von gestört! Das war das dritte Missverständnis zwischen den beiden Spielern. Und so schmeissen sie direkt nach der Auszeit den Ball einfach weg.“

Haben nach dem Kantersieg gut lachen: Die Ulmer Karim Jallow (l.) und Nelson Weidemann

Haben nach dem Kantersieg gut lachen: Die Ulmer Karim Jallow (l.) und Nelson Weidemann

Foto: IMAGO/DeFodi Images

Überhaupt ist das Spiel eine einzige Macht-Demonstration der Ulmer, die nach dem ersten Viertel (25:24) die Kontrolle übernehmen. Zur Halbzeit führt Ulm 50:41. Oldenburgs Coach Drijencic genervt: „Wir haben Kommunikationsfehler gemacht und Regel missachtet. Dazu unnözige Ballverluste. Das hat uns gekostet.“

Das dritte Viertel für Oldenburg eine absolute Voll-Katastophe: 18:37 – eines Bundesligisten unwürdig. Die Niedersachsen leisten sich insgesamt 18 Ballverluste, Crandall allein hat davon sechs in seiner Statistik stehen – doppelt so viele wie seine erzielten Punkte …

Teaser-Bild

Foto: BILD

Oldenburgs Alen Pjanic (17 Punkte) danach genervt im Dyn-Interview: „Das dritte Viertel hätten wir am liebsten gar nicht gespielt. Solche Phasen killen uns einfach. Bis zum letzten Spieltag ist noch nichts entschieden.“

Ulms Nelson Weidemann (16 Punkte) gibt den Kampf um Platz eins noch nicht auf: „Wir wollen so viele Siege wie möglich holen, mal sehen, ob es dann für den ersten Platz reicht. Den Heimvorteil für die Playoffs würden wir schon gern mitnehmen.“

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