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Am 26. September startete die Easycredit Basketball-Bundesliga in ihre 60. Saison. Zum Auftakt schlug der Titelverteidiger FC Bayern den Aufsteiger Science City Jena mit 93:77. Heute steigt das große Hauptrunden-Finale. Und so spannend war es am letzten Spieltag selten. Die existenziellen Entscheidungen sind zwar gefallen: Der Euroleague-Vertreter aus München hat sich erneut den ersten Platz gesichert – und damit das Play-off-Heimrecht bis in ein mögliches Finale. Die MLP Academics Heidelberg und die Löwen Braunschweig steigen ab. Aber dazwischen herrscht vor den letzten neun zeitgleich ausgetragenen Begegnungen heute (16.30 Uhr, live bei Dyn) Hochspannung.

Foto: Dyn

Der Grund: Die zur Saison 2023/24 eingeführten Play-ins! Durch diese Zusatzrunde für die Plätze sieben bis zehn geht es im Mittelfeld der Tabelle bis zum buchstäblich letzten Spieltag um alles. Die irre Konstellation in diesem Jahr: Sechs Teams kämpfen noch um die vier begehrten Hoffnungs-Plätze. Fünf davon haben mit 16 Siegen und 17 Niederlagen dabei exakt dieselbe Bilanz – und die MHP Riesen Ludwigsburg weisen als Siebter nur einen Sieg mehr auf.

Bei Punktgleichheit entscheidet in der BBL ein komplizierter Mehrfachvergleich, bei dem die Ergebnisse aller punktgleichen Teams untereinander berechnet werden. Und dabei gibt es vor den letzten Partien 32 unterschiedliche Konstellationen!

6 Teams streiten um 4 Play-in-Plätze: Das total irre Saisonfinale der Easycredit BBL

▶ [–>Schauplatz Schulturnhölle:[–> Egal wie die Partie ausgeht: Der Gastgeber Fitness First Würzburg Baskets bleibt Fünfter und spielt im Play-off-Viertelfinale gegen den Vierten, Telekom Baskets Bonn. Für Ludwigsburg als Siebten geht es dagegen noch um sehr, sehr viel. Platz sechs (direkte Play-off-Qualifikation) ist unerreichbar, aber mit einer Niederlage könnten die Riesen schlimmstenfalls sogar noch aus den Play-in-Rängen stürzen! Es sei denn, zwei Konkurrenten patzen ebenfalls. Die Ausgangslage für einen Mehrfachvergleich: Aus den zehn Spielen gegen Vechta (0:2), Oldenburg (1:1), Chemnitz (1:1), Rostock (1:1) und Trier (0:2) holten die Riesen drei Siege. Bei einem etwaigen Sechser- oder Fünfervergleich würden die Schwaben, sofern Trier ebenfalls Teil dieses Vergleichs ist, die Play-Ins verpassen.

▶ [–>Highnoon in Heidelberg: [–>Ein Jahr nach der Halbfinal-Teilnahme stehen die MLP Academics als Absteiger fest. Leicht wird es für den Tabellen-Achten Rasta Vechta dort trotzdem nicht. „Ich bin mir sicher, dass Heidelberg dieses Spiel nicht abschenken wird – im Gegenteil. Sie werden mit allem, was sie haben, alles versuchen, um dieses letzte Heimspiel zu gewinnen und Platz 17 zu verteidigen“, warnt Trainer Christian Held. Mit einem Sieg wäre der Kult-Klub mindestens Zehnter – bei einer Niederlage würden die Niedersachsen in 18 von 32 möglichen Konstellationen (56 Prozent) die Play-Ins verpassen.

▶ [–>Brisanz in Braunschweig: [–>Auch der Abstieg der Löwen Braunschweig ist besiegelt. Die Niners Chemnitz können dagegen mit einem Sieg ihre Achterbahn-Saison retten. Zwischen Platz sieben und zwölf ist alles möglich. Mit einem Sieg wäre das Team von Trainer Rodrigo Pastore auf jeden Fall drin – bei einer Pleite verpassen die Sachsen in 23 von 32 Konstellationen (72 Prozent) die Play-Ins.

▶ [–>Thriller in Trier:[–> Dem Überraschungssaufsteiger ging ausgerechnet im Endspurt die Puste aus. Nach fünf Pleiten in Serie ist das Team von Trainer Jacques Schneider auf Platz zwölf abgerutscht. Die Rechnung ist darum einfach: Nur mit einem Sieg können sich die Gladiatoren zurück in die Play-in-Ränge kämpfen. Der Gegner Syntainics MBC aus Weißenfels hat dagegen keinen Druck, wird die Saison im sicheren Niemandsland der Tabelle beenden.

▶ [–>Mega-Chance in München:[–> Anfang Dezember standen die EWE Baskets Oldenburg auf einem Abstiegsplatz. Meistertrainer Predrag Krunic (58) wurde gefeuert und Assistent Lazar Spasic (33) übernahm. Unter dem Serben arbeitete sich der einstige Top-Klub aus dem Tal – und kann heute sogar noch in die Play-Ins einziehen. Doch dabei wartet auf den Tabellen-Neunten die schwerste Aufgabe von allen – beim Titelverteidiger FC Bayern. Die Münchner haben Platz 1 sicher. Sollten sie darum heute ihre Kräfte schonen wollen, wäre das DIE Chance für die Donnervögel …

▶ [–>Ohnmacht an der Ostsee:[–> Die Rostock Seawolves sind mit einem der stärksten Kader und hohen Erwartungen in die Saison gestartet, tun sich aber überraschend schwer. Zwei Siege zuletzt gegen Jena und in Vechta sorgten dafür, dass die Rostocker überhaupt noch von der Postseason träumen können. Im Hansestadt-Duell gegen die Veolia Towers Hamburg muss zwingend ein Sieg her. Problem der Seewölfe: Selbst dann müssen sie als Elfter auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

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