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Der Aufstiegs-Fluch des 1. FC Lok Leipzig geht weiter! Trotz der dritten Regionalliga-Meisterschaft innerhalb von sechs Jahren müssen die Sachsen weiter viertklassig bleiben. Die Würzburger Kickers gewannen das Relegations-Rückspiel mit 2:1 und kehren nach vier Jahren in die 3. Liga zurück.

Nach dem 0:1 im Hinspiel startete Lok mutig in die Partie und war zunächst die gefährlichere Mannschaft. Eren Öztürk hatte früh die Führung auf dem Fuß, später rettete Würzburgs Routinier Daniel Hägele gleich zweimal in höchster Not auf beziehungsweise vor der Linie.

Hier fällt das 1:0 von Nischalke, der Naumann keine Chance lässt

Foto: Matthias Koch

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Gastgeber jedoch die Kontrolle. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld nutzte Würzburg seine Chance eiskalt: Tarsis Bonga setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente Jerman Nischalke, der zum 1:0 einschob (30.). Lok-Keeper Andreas Naumann verhinderte mit mehreren starken Paraden noch vor der Pause einen höheren Rückstand.

Auch nach dem Seitenwechsel tat sich Leipzig schwer. Die große Wende schien erst in der 71. Minute zu kommen: Nach einer Kombination über Öztürk und Christoph Maier traf Djamal Ziane zum 1:1 und ließ die mitgereisten Fans vom Aufstieg träumen.

Doch die Freude hielt nur kurz. Praktisch im Gegenzug schlug Würzburg zurück. Nach einem abgewehrten Schuss landete der Ball bei Cherif Cissé, der zum 2:1 einschob (72.). Zwischen beiden Treffern lagen gerade einmal 65 Sekunden.

Djamal Ziane über das zwischenzeitliche 1:1 für Lok

Foto: PICTURE POINT

Danach brachte Würzburg den Vorsprung über die Zeit und feierte vor ausverkauftem Haus die Rückkehr in die 3. Liga. Trainer Michael Schiele sagte bei MagentaSport: „Super, überragend. Die Jungs haben das super gezogen, es war absolut verdient. Für Lok Leipzig ist es ganz bitter. Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr direkt hochgehen können.“

Für Lok bleibt dagegen nur Frust. Nach den Meisterschaften 2020, 2025 und 2026 scheitert der Traditionsklub erneut am Aufstieg. Die Diskussion um die Regionalliga-Relegation dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen. Eine Reform des Aufstiegssystems erscheint dringender denn je.

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