Hannover 96 liegt einen Punkt hinter Relegations-Platz 3, zwei Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz – und doch hat sich der Klub überraschend von Trainer Stefan Leitl (47) getrennt!
Das gaben die Niedersachsen am Sonntagvormittag offiziell bekannt. Den Aufstieg in die Bundesliga soll ein anderer realisieren.
Nach der Entlassung ist vor der Einstellung. Mit dieser wollen sich die Niedersachsen keine Zeit lassen. Nach SPORT BILD-Information wird ein alter Bekannter der neue Trainer werden: André Breitenreiter (51).
Kamera in Brille verstecktBayern-Star filmt hinter den Kulissen
Damit wird der Ex-Profi zum Wiederholungs-Trainer. Von März 2017 bis Januar 2019 saß er schon mal bei Hannover 96 auf der Bank. Und das erfolgreich. 2017 stieg er mit den Roten in die Bundesliga auf. Das soll er in dieser Saison wiederholen. Aktuell beträgt der Abstand von Hannover auf den Tabellendritten HSV nur einen Punkt.
Aufstieg kann Breitenreiter. Neben Hannover schaffte er auch mit dem SC Paderborn (2014) den Sprung ins Fußball-Oberhaus.
Warum musste Leitl gehen?
Auf den ersten Blick waren die Niedersachsen und damit Leitl im Soll. Aber die Formtabelle offenbart: In den vergangenen sechs Zweitliga-Partien gelang Hannover 96 nur ein Sieg (3:2 gegen Aufsteiger SSV Ulm). Das ist Platz 15 im Sechs-Spiele-Ranking.
Und damit viel zu wenig für die Realisierung des Aufstiegstraumes – und für Sportchef Marcus Mann (40). Und er hat das Sagen.
Mitten im SpielKind sorgt plötzlich für Verwirrung
Bei Hannover 96 gab es einen sogenannten Sechs-Jahres-Plan, um das Comeback ins Fußball-Oberhaus zu packen. Um dieses Langzeit-Projekt zu realisieren, wurde Stefan Leitl verpflichtet.
Der Ex-Profi hatte den Aufstieg mit Greuther Fürth 2021 im Portfolio und damit seine grundsätzliche Tauglichkeit und Expertise nachgewiesen. Doch dieses Projekt wurde vorzeitig abgebrochen.
Seit Amtsübernahme im Sommer 2022 stand Leitl immer mal wieder in der (öffentlichen) Kritik, wackelte teilweise. Aber er packte immer wieder die Wende. Dieses Mal nicht. Und das kurz vor Silvester. Zuletzt feuerte ausgerechnet Martin Kind (80) gegen den 96-Coach: „Ich habe immer das Gefühl, wir wollen erst mal Unentschieden spielen.“ Seine Meinung zum Trainer? „Ambivalent“.


