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Es war der Auftakt zu einem Sommermärchen! Wir schreiben den 9. Juni 2006 und ganz Fußball-Deutschland ist euphorisiert. Heute eröffnet die deutsche Nationalmannschaft die erste Heim-WM seit 1974. Der Gegner in der Münchener Allianz-Arena: Costa Rica. Speziell für einen Spieler sollte dieser Tag ganz besonders werden. Denn nach nur wenigen Minuten in der Partie stellte sich ein junger Außenverteidiger der Weltbühne vor.

Die Rede ist von Philipp Lahm. 20 Jahre später ist der Weltmeister-Kapitän von 2014 jedem Fußballfan ein Begriff und gehört unumstritten zu den besten Verteidigern, die dieser Sport je gesehen hat. Doch an jedem 9. Juni war diese Geschichte noch nicht geschrieben. Lahm kehrte erst im Sommer zuvor von seiner Leihe beim VfB Stuttgart zum FC Bayern zurück und spielte sich erst im Laufe der Saison sukzessive in die Stammformation von Trainer Ottmar Hitzfeld. Durch seine starken Leistungen im Verein war der Bayern-Akteur unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann auf der linken Abwehrseite gesetzt. Auch bei der WM im eigenen Land sollte Lahm zu den festen Größen im Team gehören. Doch ob Lahm überhaupt teilnehmen konnte, war erst einmal fraglich.

Lahm: Schock-Verletzung im WM-Test

Im Mai 2006 verletzte sich der Verteidiger im Testspiel der DFB-Elf gegen den damaligen Verbandsligisten FSV 63 Luckenwalde am Ellenbogen und musste anschließend operiert werden. Nur dank einer speziellen Schiene konnte er beim Eröffnungsspiel in seiner Heimat München von Anfang an auflaufen, was sich später als goldrichtige Entscheidung herausstellte.

Denn nur sechs Minuten in der Partie erhielt Lahm den Ball auf der linken Seite, zog nach innen und schloss mit rechts vom Strafraumeck ab. Der Ball flog in Richtung langes Eck, streifte den Innenpfosten und fiel unhaltbar für den Schlussmann in den Winkel. Das schönste Tor seiner Karriere und die Initialzündung für das Sommermärchen. Spätestens seit diesem Tag kannte die gesamte Fußball-Welt Philipp Lahm.

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