Klimaaktivisten haben den Verkehr in Teilen der Berliner Innenstadt mit Blockaden blockiert. Aktivisten der Aktionsgruppe Letzte Generation schlugen an mehr als dreißig verschiedenen Orten zu. Auch mehrere Krankenwagen blieben stecken.
Der Verkehr auf einem Teil der Ringstraße um die Stadt kam zum Erliegen, nachdem sich Aktivisten auf die Straße geklebt hatten. Dies führte zu Störungen bei Rettungsdiensten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Berliner Polizei setzte rund 500 Beamte ein, um die Blockaden zu beenden. Im Laufe des Vormittags war diese Operation weitgehend abgeschlossen.
Nach Ansicht der Aktionsgruppe trifft die Regierung nicht genügend Vorbereitungen, um den Klimawandel zu bekämpfen. „Ein Verstoß gegen die Verfassung“, tönt es. Ein Bürgerrat sollte eingerichtet und ein Plan ausgearbeitet werden, um den globalen Temperaturanstieg unter 1,5 Grad zu halten.
„Körperliche Gewalt“
Die Letzte Generation hatte zuvor angedeutet, die gesamte Stadt abriegeln zu wollen. Die Gruppe will die Kampagne zur „Lähmung“ Berlins nicht stoppen, bis alle Forderungen erfüllt sind. „Wir bringen die Stadt zum Stillstand, damit sich die Regierung bewegt“, sagte einer der Aktivisten.
Finanzminister Christian Lindner nannte die Blockade trotz ihres „edlen Zwecks“ auf Twitter „körperliche Gewalt“. „Wenn Sie eine andere Politik wollen, ist es besser, selbst eine Partei zu gründen und Mehrheiten für ihre Ansichten zu suchen.“
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