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Er sollte bei dieser WM Geschichte schreiben – doch daraus wird nichts. Omar Artan (34) wäre der erste somalische Schiedsrichter gewesen, der bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ein Spiel leitet. Stattdessen erlebte der 34-Jährige einen bitteren Einreise-Schock: Am Miami International Airport wurde ihm die Einreise in die USA verweigert. Das bestätigte ein Vertreter des somalischen Sportministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Über die genauen Hintergründe herrschte zunächst Unklarheit. Artan soll anschließend nach Istanbul zurückgekehrt sein.

Laut Ciise Aden Abshir, leitendem Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport und ehemaligem Kapitän der Nationalmannschaft, verfügte Artan über ein gültiges US-Visum. In Miami half ihm das dennoch nicht weiter. Als möglicher Grund gilt, dass Somalia auf der Einreiseverbotsliste steht, die die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eingeführt hat.

Abshir übte scharfe Kritik an dem Vorfall: „Ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern und ihn daran zu hindern, geplante Spiele zu leiten, schadet nicht nur ihm persönlich, sondern untergräbt auch das Bekenntnis des Fußballs zu Fairness, Leistung und dem Geist des Fairplay.“

Fifa-Schiedsrichter Omar Artan (34) wäre der erste WM-Referee aus Somalia gewesen

Foto: KHALED DESOUKI/AFP

Artan gehört zu den 52 Referees, die der Weltverband FIFA für das Turnier nominiert hat. Ob und wie er bei der WM noch zum Einsatz kommt, ist derzeit völlig offen. Das Turnier startet am Donnerstag mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika.

Der Fall reiht sich in eine Serie von Einreiseproblemen im Vorfeld der WM ein. Bereits rund um die Visa-Beschaffung für den Iran hatte es erhebliche Schwierigkeiten gegeben – nun trifft es mit Artan erstmals einen Schiedsrichter.

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